Mit "Altstars" auf Trainingslager in Afrika
05. Februar 2004
Bereits zum vierten Mal trainiert der Grazer Triathlet Hubert Hammerl den Jänner über im sonnigen Afrika. Aufgrund des Klimas (25º Celsius) eignet sich Marokko an der Westküste des schwarzen Kontinents hervorragend für das Radtraining im Winter. Vor vier Jahren ist der 13-fache Ironman (8-mal unter den Top-15) über den Olympiafünften Roland Garber (Bahnrad) auf diesen Geheimtipp Agadir gekommen. Da der Wiener Garber diesmal wegen einem Sechstagerennen verhindert war, trainiert der "Ironator" mit der ehemaligen Radelite rund um den Österreich-Rundfahrtsieger von 1962 Walter Müller und den zweimaligen Ex-Tour de France-Profi (1954/55) Kurt Schneider. "Ich fahre allerdings alleine, weil mir das Tempo der 70-jährigen zu hoch ist", scherzt Hammerl, der täglich bis zu sieben Stunden im Sattel sitzt (neben Schwimmen und Laufen). Highlight in der ersten Trainingswoche war eine Bergstraße mit knapp 50 Kilometer konstant leichtem Anstieg. "Ich habe diese Straße mitten durch Palmenoasen, blühende Mandelhaine und Wasserfälle (!) durch Zufall entdeckt", so der 32-jährige. Normalerweise ist es rund um die Pauschaltouristen-Metropole Agadir staubig, verkehrsreich und eintönig. Erst im Hinterland zwischen Hohem Atlas und Antiatlas eignen sich die Straßen ideal für das so wichtige Grundlagen-Ausdauertraining um diese Jahreszeit. "Da es keine brauchbaren Straßenkarten gibt und manche Straßen oft als Kamel-Trampelpfad mitten in der Wüste enden, kann man pro Trainingswoche maximal einen Versuch starten eine neue Strecke zu erfahren. Das Trainingsziel steht im Vordergrund und nicht Entdeckungsreisen á la Indiana Jones", sieht es Hammerl nüchtern. Aber diesmal landete der Triathlon-Profi einen Volltreffer im Wüstenstaat an der Westküste Afrikas…